Geeignete Hochzeitsmitgiften

Die Hochzeitsmitgift ist heutzutage unüblich geworden – fast kann man sagen „ausgestorben“. Nur noch wahre Christen, die ihren Glauben und ihre Kultur sehr ernst nehmen, betreiben diesen Brauch. In einer Zeit, in der die Menschen reicher und reicher werden und dem Wohlstand keine Grenzen nach oben gesetzt zu sein scheinen, erscheint es doch abnormal dem Vater des Ehemanns oder eben diesem selbst, das Heiratsgut zu verweigern. Da das Weib selten zu etwas nützt und auch den Haushalt in kaum einem bekannten Fall so führt, wie es der Mann wünscht, ist der Akt der Aussteuer ein sittlicher Ausgleich: Wenn schon das Eheweib nicht den Wert erzielt, den der Vater des Weibes bei der Verlobung versprach, dann sollte dies zumindest durch Materielles ausgeglichen werden.

Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Leibmagd.
(Genesis 29,24)

Sören Korschio, Gemeindemitglied der Arche Internetz, ist seit mehreren Jahrzehnten verheiratet und berichtet von seiner Verlobung:

Ich musste mich damals um gar nichts kümmern, Potztausend! Als ich mein Lehramt-Studium begann, sagte mein Vater (der HERR hab ihn selig) plötzlich zu mir: „Sohn, ich habe Dir ein Eheweib verschafft!“. Bis heute bin ich mit meiner Hildegard glücklich verheiratet und das, obwohl ich ihre wundervolle Person, bis ich am Traualtar stand, nie zu Gesicht bekam. Mir selbst kam es in meiner juvenilen Dummheit gar nicht in den Sinn nach einem Heiratsgut zu fragen – doch mein redlicher Herr Vater hatte an alles gedacht: Er erhielt von meinem Schwiegervater ein halbes Schwein, 5 Ziegen und 80 Schafe. 20 Schafe schenkte er mir und meinem frisch angetrauten Weib. Leider starben diese innerhalb von zwei Wochen alle weg, da ich damals noch keine Ahnung von Viehzucht hatte. Ab diesem Zeitpunkt begannen Schikanen und Diffamierungen gegen meine Person von diversen Tierschutzorganisationen und Umweltaktivisten. Diese konnte ich über die Jahre allerdings alle erfolgreich verklagen und gerichtliche Beschlüsse erwirken. Am Hof meines Herrn Vater und im Kochtopf meiner Frau Mutter jedoch, waren die übrigen Tiere sehr gut aufgehoben.

Herrn Korschios Erfahrung zeigt, dass der Hochzeitsmitgift heute eine dringendere Notwendigkeit darstellt, als er das je zuvor tat. In der heutigen Zeit ist es aber auch unabdinglich, dass die Aussteuer nicht den frisch Vermählten zukommt, sondern dem Vater des Ehemanns, da nur dieser die nötige Reife besitzt korrekt mit diesem Reichtum umzugehen.

Sie sprach: Gib mir eine Segensgabe! Denn du hast mich nach dem dürren Südland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die oberen und die unteren Quellen.
(Josua 15,19)

Prinzipiell muss der Wert der Mitgift vom Vermögen der einheiratenden Familie abhängen. Also von der Familie des Weibes. Doch was sind in der modernen Gesellschaft geeignete Mitgiften? Die Gemeinde Arche Internetz hat nach dem gemeinsamen Bibelstudium letzten Dienstag eine zeitgemäße Liste ausgearbeitet, die auch die moderne Entwicklung unserer Gesellschaft berücksichtigt:

  • Vieh (Kamele, Ziegen, Rinder, Schafe, Schweine;)
  • Mägde (Siehe Genesis 29,24)
  • Goldene Krüge (Um den Hausaltar aufzuwerten)
  • Große Konzerne der Privatindustrie
  • Ländereien
  • Die Familienbibel

Ungeeignete Mitgiften sind:

  • Bargeld
  • Motorisierte Droschken (Automobile)
  • Erbstücke mit ausschließlich sentimentalem Wert (Taschenuhren, Feuerzeuge, Unterwäsche)
  • Rechenschieber
  • Belletristik
  • Sklaven

Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
(Korinther 13,7)

In diesem Sinne: Alles Gute bei Ihrer Hochzeit!